Aktiv durch das Wintermärchen
© Kärnten Werbung/Christoph Rossmann
Kärnten ist ein Paradies für Wintersportler.
Auch wenn in den kalten Monaten das wohlige Zuhause zum Faulenzen einlädt, bietet das verschneite Kärnten zahlreiche Aktivitäten, die man nicht verpassen sollte. Skitouren locken auf die Kärntner Gipfel, der neue Trend Nordic Touring verspricht ein aktives Genusserlebnis und mit Schneeschuhen geht es gemütlich durch die Natur.
Auf Skiern zum Gipfel
Seit den letzten Jahren erfreuen sich Skitouren immer größerer Beliebtheit. Mit 217 Touren vom Einsteigerniveau bis zum Profianstieg lässt Kärnten für Skitouren-Liebhaber keine Wünsche offen. Was die Skitouren in Kärnten so besonders macht, erklärt der Skitouren-Beauftragte der Kärnten Werbung Roland Oberdorfer: „Es ist die Kombination aus Skitouren und Gelassenheit, denn alle Touren in Kärnten sind gut erreichbar und mit Einkehrmöglichkeiten kombinierbar. Außerdem hat man die Möglichkeit, ohne viel Aufwand Skitouren in den drei Ländern Österreich, Italien und Slowenien zu gehen.“ Er präsentiert seine Favoriten für jede Erfahrungsstufe.
Roland Oberdorfer kennt die Kärntner Skitouren bestens.
Vom Seetal auf‘s Goldeck
Die Route ist perfekt für absolute Anfänger geeignet und führt entlang des präparierten Aufstiegsweges direkt zur Panorama Alm unterhalb des Goldeck-Gipfels und weiter zum 2.130 m hohen Seetalnock. Über den präparierten Aufstiegsweg erfolgt für weniger versierte Skifahrer auch wieder die Abfahrt. Achtung: Auf dieser Tour sind auch Winterwanderer und Schlittenfahrer unterwegs.
Winter-Spielplatz Innerkrems
Das schneesichere Gebiet Innerkrems setzt verstärkt auf alternative Wintersportarten. So rückt der Fokus auf Winterwanderwege, Loipen, Rodelbahnen und Skitouren. Vom Skitourenzentrum aus lässt sich im 360-Grad-Modus beinahe in jede Richtung eine Tour mit sanften Anstiegen starten. Für fortgeschrittene Sportler ist die Tour auf den Peitlernock ein Genuss. Diese beginnt bei der Nockalmstraße und man bewältigt bei einer durchschnittlichen Dauer von drei Stunden über zehn Kilometer.
Skitouren sind ein Genuss in der Natur
Die Tauernkönigin ruft
Ein 3.000er-Klassiker für geübte Skitourengeher ist die Tour von der Gmündner Hütte auf die Hochalmspitze. Diese wird auch liebevoll Tauernkönigin genannt und ist trotz der Höhenmeter relativ einfach zu gehen. Bei dieser hochalpinen Skitour schafft man auf 24 Kilometern über 2.000 Höhenmeter im direkten Aufstieg. Den Sportlern wird dabei eine facettenreiche Alpinlandschaft geboten.
Wildnis und Wellness
Der Insidertipp von Oberdorfer für Skitour-Fanatiker ist der Nockberge-Trail, der seit fünf Jahren unter dem Motto „Wildnis und Wellness“ angeboten wird. „Bei diesem Trail über vier Tage werden die fünf Skigebiete Katschberg, Innerkrems, Turrach, Falkert und Bad Kleinkirchheim miteinander verbunden. Auf die Tagesaktivität in der Wildnis folgt abends die Erholung für die nächste Etappe in Wellnesshotels“, schwärmt der Experte von dieser speziellen Art der Skidurchquerung.
Trend Nordic Touring
Eine neue Art des Langlaufens hat sich in den letzten Jahren entwickelt: das Nordic Touring oder Nordic Cruising. Diese Variante des klassischen Langlaufs ermöglicht durch kürzere, aber dafür breitere und taillierte Skier ein Fahren auch außerhalb der Loipe. Der Bewegungsablauf ist leichter erlernbar und dadurch ideal für Anfänger geeignet.
Nordic Touring bietet die Möglichkeit, auch außerhalb der Loipe zu fahren.
Auf Schneeschuhen aktiv
Ein sanfter Sport ist das Schneeschuhwandern. Hierfür muss man nicht in die Ferne schweifen, es eignen sich bereits verschneite Wander- und Winterwanderwege. Viele Tourismusregionen weisen außerdem eigene Schneeschuhtouren aus. Die Bergwanderführerin und Naturpark Dobratsch-Rangerin Barbara Wiegele bittet beim Schneeschuhwandern vor allem um die Rücksichtnahme auf Flora und Fauna: „Die Wildruhe- und Fütterungszonen müssen unbedingt respektiert werden. Auch Jungwälder dürfen nicht betreten werden.“ So empfiehlt sie, im Nahbereich der Wanderwege zu bleiben, da die Tiere den Menschen dort eher gewohnt sind. Auch Hunde sind stets an der Leine zu führen, denn bereits das Hetzen der Waldbewohner kann für diese im Winter fatale Folgen haben.
Barbara Wiegele ist Rangerin im Naturpark Dobratsch und leitet Schneeschuhwanderungen.
Sicherheit tourt mit
Ob mit Skiern oder Schneeschuhen: Sicherheit geht vor. „Es ist nicht die Sportart, sondern das Gelände, welches das Gefahrenpotential definiert“, betont Wiegele. Zur Grundausrüstung zählen neben der richtigen Routenplanung auch ein Erste Hilfe-Set, Verpflegung und eine analoge Karte, falls das Navigationsgerät ausfällt. Insbesondere im hochalpinen Bereich benötigt man beim Schneeschuhwandern zusätzlich die gleiche Sicherheitsausrüstung wie beim Skitourengehen: ein Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS), Schaufel und Sonde. Sicher ausgestattet steht dem Wintervergnügen nichts mehr im Wege.
Der Lawinen-Status muss bei jeder Tour stets im Blick behalten werden.